Das war die ...

Philosophie Akademie
Philosophie-Olympiade 2008/09

Bundeswettbewerb: Philosophischer Essay

29. März bis 1. April 2009 in Salzburg

  Das war 2006

  Das war 2007

  Das war 2008

Die Philosophie-Akademie
29. März bis 1. April 2009

Die PreisträgerInnen der Philosophie-Olympiade 2009 sind:

Helene Sorgner  Lisa Huber  Thomas Schallhart

  1. Platz: Helene Sorgner (Popperschule, Wien 4): Essay Helene
     
  2. Platz: Lisa Huber (BG/BRG Wieselburg, NÖ): Essay Lisa
     
  3. Platz: Thomas Schallhart (Paulinum Schwaz, Tirol): Essay Thomas
  1. Platz (ex aequo): Peter Wegenschimmel (Gymnasium Schlierbach, OÖ) und Moritz Zimmermann (BG/BRG Mössingerstraße, Klagenfurt)
    Essay Peter | Essay Moritz
  1. Platz Platz: Melanie Gasser (Gymnasium Cusanus Bruneck, Südtirol): Essay Melanie
     
  2. Platz: Mathias Löbl  (BG/BRG Klosterneuburg, NÖ): Essay Mathias
  1. Platz (ex aequo): Marie-Antoinette Goldberger (BG/BRG Schärding, OÖ), Oliver Daenemark (BG/BRG Wien 23, Alterlaa) und Simon Gansinger (Gymnasium Petrinum, Linz)
  1. Platz: Cecilia Terrero Fernandez (HIB Liebenau, Graz)
Den Ehrenpreis des Studentenkomitees erhielt Johannes Köller (BG/BRG Eisenstadt): Essay Johannes

Herzliche Gratulation!

Die beiden Erstplatzierten Helene Sorgner und Lisa Huber werden Österreich bei der 17. Internationalen Philosophie-Olympiade vertreten. Diese findet vom 22. bis 26. Mai 2009 in Helsinki, Finnland statt.  


Zu den Themen

Radiobeitrag ORF-Salzburg vom 1. April 2009 (MP3):  Das Thema Alter(n):  Gestaltet von Dr. Maria Mayer, ORF Salzburg

Das Programm der Philosophie Akademie
 

 

Programm der Philosophie-Akademie
 

Sonntag:  29. März  
Eintreffen aller SchülerInnen bis 18:30 Uhr
 
20:00 Uhr: Treffen aller SchülerInnen mit dem Studentenkomitee (anfangs auch mit den LehrerInnen)
 
Montag:  30. März  
SchülerInnen:


8:30 Uhr:  Kurze Einschulung Essayschreiben

8:45 Uhr: Abfahrt zum BRG Salzburg (mit einem Bus)
 

9:30 - 13:30 Uhr:  Essayschreiben im BRG Salzburg, Akademiestraße 19
 
14:00 Uhr: Mittagessen

17:00 Uhr: Angebot: Nachbetrachtung Essayschreiben (Reflexionen zu den Themen)


Abends: Stadt Salzburg
 

LehrerInnen:

LehrerInnenfortbildung

9:00 Uhr: Dr. Marjan Šimenc (Ljubljana): Die Philosophie-Olympiade und die Philosophie in Slowenien

10:00 - 12.30 Uhr: Dr. Sophie Loidolt: Hannah Arendt. Eine Einführung in ihre Begriffe des Politischen, der Pluralität und des Handelns
  
15:00 - 17:30 Uhr: Dr. Matthias Flatscher:
Wer hat Angst vor Jacques Derrida?


Abends: Kabarett- oder Theaterbesuch
 

Dienstag: 31. März
 

9:00 Uhr: Für alle: Univ. Prof. Dr. Otto Neumaier (Salzburg): Kunst und Moral


SchülerInnen: Workshoptag

10:30 - 12.00 Uhr:

Gruppe A mit Dr. Sophie Loidolt und Dr. Matthias Flatscher: Jean-Paul Sartre: Der Existenzialismus ist ein Humanismus

Gruppe B mit Dr. Anja Weiberg: "Wir lehnen es ab, uns in dem Greis zu erkennen, der wir einmal sein werden" (Simone de Beauvoir).
Alter(n) - kein Thema für junge Menschen?
 

12:00 Uhr Mittagessen

14:00 - 16:00 Uhr: Fortsetzung der beiden Workshops

17:00 Uhr: Vorbereitungen für "(K)eine Präsentation"


LehrerInnen:

Ab 10:30 Uhr: Beurteilungstag


Mittwoch: 1. April
9:00 Uhr: (K)eine Präsentation, Pressegespräche
 
10:00 Uhr: Vortrag: Anja Weiberg und Otto Neumaier: Ein Ende mit Demenz - ein Ende mit Schrecken?
 
 
11:30 Uhr: Preisverleihung

12:30 Uhr: Mittagessen

13:00 Uhr: Ende  

[hinauf]

 

Die Themen für den Bundeswettbewerb


Zu einem der vier Themen war ein Essay zu schreiben:

1.
Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.
Unser Leben ist ebenso endlos, wie unser Gesichtsfeld grenzenlos ist.

Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus, 6.4311


2.
Schließlich stellt das apokalyptische Potential der Technik - ihre Fähigkeit, den Fortbestand der Menschengattung zu gefährden oder deren genetische Unversehrtheit zu verderben oder sie willkürlich zu ändern oder gar die Bedingungen höheren Lebens auf der Erde zu zerstören - die metaphysische Frage, [...] ob und warum es eine Menschheit geben soll; warum daher der Mensch so, wie ihn die Evolution hervorgebracht hat, erhalten bleiben, sein genetisches Erbe respektiert werden soll; ja, warum es überhaupt Leben geben soll?

Hans Jonas: Festvortrag: Technik, Ethik und Biogenetische Kunst. In: Rainer Flöhl (Hrsg.): Genforschung - Fluch oder Segen? München 1984

3.
Die Lüge also, bloß als vorsätzlich unwahre Deklaration gegen einen andern Menschen definiert, bedarf nicht des Zusatzes, daß sie einem anderen schaden müsse; wie die Juristen es zu ihrer Definition verlangen [...]. Denn sie schadet jederzeit einem anderen, wenn gleich nicht einem andern Menschen, doch der Menschheit überhaupt, indem sie die Rechtsquelle unbrauchbar macht.

Immanuel Kant: Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen.
Werke Band 7. Hrsg. von Wilhelm Weischedel, Darmstadt 1956, 637-643

4.
Wenn unser Moralkodex einen willkürlichen Unterschied zwischen Menschen und allen anderen Spezies macht, dann gründet sich dieser Kodex auf nackte Selbstsucht ohne jedes höhere Prinzip. Wenn unser Kodex statt dessen diese Unterschiede mit unserer überlegenen Intelligenz, unserer hochentwickelten Sozialstruktur und unserer Fähigkeit, Schmerzen zu empfinden, begründet, dann wird es schwierig, einen Alles-oder-Nichts-Kodex zu verteidigen, der eine Trennlinie zwischen allen Menschen und allen Tieren zieht. Statt dessen sollten unterschiedliche ethische Einschränkungen für Versuche an unterschiedlichen Spezies gelten. Vielleicht ist es nur nackte Selbstsucht, die in einer neuen Verkleidung auftritt, wenn sie den Tierspezies Sonderrechte einräumen will, die uns genetisch am nächsten sind. Geht man aber von den Faktoren aus, die ich gerade erwähnt habe, von der Intelligenz, den sozialen Beziehungen und so weiter, dann kann man objektiv begründen, dass Schimpansen und Gorillas eher einen Anspruch darauf haben, moralisch berücksichtigt zu werden, als Insekten und Bakterien.

Jared Diamond: Der dritte Schimpanse. In: Paola Cavalieri und Peter Singer (Hrsg.): Menschenrechte für die großen Menschenaffen. München 1994, S.156
 

 


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