Das war die ...

Philosophie Akademie  2010
Bundeswettbewerb: Philosophieolympiade 2010

21. bis 24. März 2010 in Bad Ischl

Der nächste Bundeswettbewerb ist in Graz vom 10. bis 13. April 2011

Die Philosophie-Akademie
21. bis 24. März 2010 in Bad Ischl  PhilOlympics - Facebook

In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Bad Ischl

Zu den Themen

Das Programm der Philosophie Akademie  | Pressetext zur Akademie 
 

Die PreisträgerInnen der Philosophie-Olympiade 2010 sind:    

  1. Platz: Daniela Vukadin (BORG Wr. Neustadt, NÖ)  
     
  2. Platz: Lisa Madl (BG/BRG Kufstein, Tirol)
     
  3. Platz: Fabio Gerhold (HIB Liebenau, Graz, Steiermark)
  1. Platz (ex aequo): Irene Diwiak (BORG Deutschlandsberg, Steiermark), Nikolai Köhle (BG Blumenstraße Bregenz) und Mathias Schmidhammer (Realgymnasium Albert Einstein Meran, Südtirol)
  1. Platz: Melanie Gasser (Gymnasium Cusanus Bruneck, Südtirol)
     
  2. Platz: Michael  Bruckner  (BG/BRG Enns, OÖ)
  1. Platz (ex aequo): Maria Steinrück (BG/BRG Diefenbachgasse, Wien 15) und Ines Lengauer (Georg von Peuerbach Gymnasium, Linz)
  1. Platz (ex aequo): Valentin Waschulin (BG/BRG Rainergasse, Wien 5), Susanne Opitz (BG/BRG Kufstein, Tirol) und Alexandra Feichtinger (Theresianische Akademie, Wien 4)
Den Ehrenpreis des Studentenkomitees erhielt Melanie Gasser (Gymnasium Cusanus Bruneck, Südtirol)

Herzliche Gratulation!

Die Essays:  Daniela | Lisa | Fabio | Irene | Nikolai | Mathias | Melanie | Michael | Maria | Alexandra

Die beiden Erstplatzierten Daniela Vukadin und Lisa Madl werden Österreich bei der 18. Internationalen Philosophie-Olympiade vertreten. Diese findet vom 21. bis 23. Mai 2010 in Athen, Griechenland statt.  

 

 

Programm der Philosophie-Akademie
 

Sonntag:  21. März  
Eintreffen aller TeilnehmerInnen bis 18:30 Uhr: Hotel Goldener Ochs: www.goldenerochs.at
 
Lageplan Bahnhof - Hotel Goldener Ochs

19:00 Uhr: Treffen aller SchülerInnen und LehrerInnen im Gymnasium Bad Ischl: www.gymbadischl.at 

Buffet - Eröffnung
 

Montag:  22. März  
SchülerInnen: 

8:30 Uhr:  Kurze Einschulung Essayschreiben

9:00 - 13:00 Uhr:  Essayschreiben im Gymnasium Bad Ischl, Grazerstraße 27

13:30 Uhr: Mittagessen - Goldener Ochs

Danach verschiedene Freizeitangebote: Sport, Hallenbad, Kaiservilla, Stadtführung ...  

17:00 Uhr: Angebot: Nachbetrachtung Essayschreiben (Reflexionen zu den Themen) - Goldener Ochs  

18:00 Uhr: Abendessen - Goldener Ochs                       


LehrerInnen:

LehrerInnenfortbildung (Präsentationsraum Gymnasium Bad Ischl)

8:30 - 10:30 Uhr: Doz. Arno Böhler: Die Musen (Jean-Luc Nancy: Die Musen)

10:45 - 12:45 Uhr: Dr. Raimund Bahr (St. Wolfgang): Günther Anders: Sein Leben, seine Philosophie

13:00 Uhr: Mittagessen - Goldener Ochs

15:00 - 17:30 Uhr: Vorbereitung und Start der Essay-Beurteilung

18:00 Uhr: Abendessen - Goldener Ochs 

 

Für alle:

19:30 Uhr: Abendvortrag (öffentlich) von Univ. Prof. Clemens Sedmak: "Braucht es noch Philosophie?" - Gymnasium Bad Ischl

 

Dienstag: 23. März
 

SchülerInnen: Workshoptag

9:00 - 12:00 Uhr: Workshop mit Univ. Prof. Clemens Sedmak: Wozu noch Religion? - Gymnasium Bad Ischl

12:15 Uhr: Mittagessen - Goldener Ochs

14:00 - 17:00 Uhr: 

Workshop I: Doz. Arno Böhler: Verhältnis von Sinn und Sinnlichkeit
Workshop II: Dr. Peter Kaiser: Philosophie, Pathologie, Popkultur
 

LehrerInnen: Beurteilungstag

8:30 - 13:00 Uhr: Präsentationsraum Gymnasium Bad Ischl

15:00 - 17:00 Uhr: LehrerInnenfortbildung: Univ. Prof. Clemens Sedmak: Die Kunst des Denkens


18:00 Uhr: Für alle: Bergfahrt Katrin-Alm, Abendessen



Mittwoch: 24. März
 
9:00 - 10:45 Uhr: Präsentationen: LehrerInnengruppe des BG Bad Ischl, SchülerInnen mit dem Studentenkomitee - im Gymnasium Bad Ischl

11:00 Uhr: Pressegespräche - Esplanade-Café

11:30 Uhr: Preisverleihung im Esplanade-Café des Café Zauner mit Abschluss-Buffet (www.zauner.at)   

13:00 Uhr: Ende  

[hinauf]

 

 


  

Die Themen für den Bundeswettbewerb in Bad Ischl,  22. März 2010 


Zu einem der vier Zitate ist ein Essay zu schreiben:

  1. [… ] Es gibt manche so teilnehmend gestimmte Seelen, daß sie […] ein inneres Vergnügen daran finden, Freude um sich zu verbreiten, und die sich an der Zufriedenheit anderer, so fern sie ihr Werk ist, ergötzen können. Aber ich behaupte, daß in solchem Falle dergleichen Handlung, […] so liebenswürdig sie auch ist, keinen wahren sittlichen Wert habe …

    (Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Werke in zwölf Bänden. Band 7, Frankfurt am Main 1977, S. 18 f.)


    Ist ein liebenswürdiges Verhalten „unmoralisch“?
     

  2. Wir sind invertierte Utopisten. Dies also das Grund-Dilemma unseres Zeitalters: Wir sind kleiner als wir selbst, nämlich unfähig, uns von dem von uns selbst Gemachten ein Bild zu machen. Insofern sind wir invertierte Utopisten: während Utopisten dasjenige, was sie sich vorstellen, nicht herstellen können, können wir uns dasjenige, was wir herstellen, nicht vorstellen.

    (Günther Anders: Die atomare Drohung. Radikale Überlegungen zum atomaren Zeitalter. 1972, S. 93)

     

  3. Die Kunst ist das Widerständige: sie widersteht dem Tod, der Knechtschaft, der Schändlichkeit, der Schmach.

    (Gilles Deleuze: Unterhandlungen 1972-1990; Frankfurt am Main, 1993, S. 249)

     

  4. Das Wissen, das nicht mit dem Leben verschmelzen und es auch nicht tiefgreifend verändern kann, breitet sich auf der Oberfläche unterschiedslos in alle Richtungen aus und verkürzt die Zeit des Austausches von Wissen auf ein Minimum. Das ist Information: Wissen ist nicht mehr etwas, was man austauscht, es ist bereits gleichzeitig auf beiden Seiten vorhanden. Es geht nur noch hin und her. Und das gleiche lässt sich auch von der Kommunikation sagen … „Es“ kommuniziert, wie man so schön sagt: es ist eine Art einziges, unpersönliches Verfahren, ein einziger Schaltkreis, eine undifferenzierte Operation, wo weder Zeit noch Raum da ist, damit die Differenzierung der Subjekte stattfinden kann. Es muss möglichst schnell, sofort geschehen, damit es gut kommuniziert. Insbesondere gibt es keine Zeit für Stille. Stille ist aus der Kommunikation ausgeschlossen. Sie ist von den Bildschirmen der Fernsehapparate ausgeschlossen.“

    (Jean Baudrillard: Paradoxe Kommunikation. Bern: Benteli, 1989, 22 f.)

 

 

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