13. Internationale Philosophie Olympiade in Warschau

Die 13. IPO fand vom 19. bis 23. Mai 2005 in Warschau, Polen statt. Österreich nahm erstmals daran teil.

Draufklicken und ein größeres Foto ansehen!David Himler aus der Popperschule in Wien gewann eine Bronzemedaille, Hannah Karacsonyi aus Graz (Schule GIBS) erreichte mit ihrem Essay als jüngste Teilnehmerin einen Platz im Mittelfeld. Auf dem Foto sehen Sie die österreichische Delegation: Barbara Conrad und Hannah Karacsonyi aus Graz, Gymnasium GIBS, David Himler und Franz Pöll aus Wien, Popperschule.

Für die österreichische Delegation (Leitung Franz Pöll) war diese Veranstaltung eine wertvolle Erfahrung. Im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern, die Essay-Wettbewerbe und andere vorbereitende Events zur IPO schon länger durchführen, konnte man sehen, welch wertvoller Beitrag die IPO für den Philosophieunterricht sein kann.

Hier einige Fotos von diesen Tagen ...


Themenstellung (in Englisch) und alle Arbeiten (Gold, Silber, Bronze) der IPO 2005: www.philosopiad.org!


Das Programm und weitere Informationen zur 13. IPO in Warschau:  www.filozofia.org.pl/ipo

 

Folgende Themen wurden bei dieser IPO ausgewählt:

1.

"Wenn ich vor der Wahl stünde, entweder mein Land oder meine Freunde zu verraten, hoffe ich, dass ich den Mut hätte, mein Land zu verraten."
(E. M. Forster: What I believe. In: Two Cheers for Democracy. 1951. Penguin Book 1965, p. 76)
 

2.

"Heute sind die Wahrheiten zerstreut über viele Diskursuniversen, die nicht mehr in eine Hierarchie zu bringen sind, aber in jedem dieser Diskurse suchen wir hartnäckig nach Einsichten, die alle überzeugen könnten."

(Jürgen Habermas, in: Sinn und Form, November/Dezember 1989, abgedruckt in: taz vom 17.01.1990)


3.

"Ob Hedonismus, ob Pessimismus, ob Utilitarismus, ob Eudämonismus: alle diese Denkweisen, welche nach Lust und Leid, das heißt nach Begleitzuständen und Nebensachen den Wert der Dinge messen, sind Vordergrunds-Denkweisen und Naivitäten, auf welche ein jeder, der sich gestaltender Kräfte und eines Künstler-Gewissens bewußt ist, nicht ohne Spott, auch nicht ohne Mitleid herabblicken wird."

(Friedrich Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse, Nr. 225. Kritische Studienausgabe, hrsg. v. G. Colli u. M. Montinari. Dtv, München 1999, Bd. 5, S. 160)
 

4.

"Die Sprache ist ein Labyrinth von Wegen. Du kommst von einer Seite und kennst dich aus; du kommst von einer andern zur selben Stelle, und kennst dich nicht mehr aus."

(Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, Nr. 203)

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Thema (1) wurde 11mal gewählt, (2): 10 mal, (3): 9 mal, (4): 8 mal.

Ein Essay wurde auf Französisch, ein Essay auf Deutsch geschrieben, alle anderen auf Englisch.