Wie die IPO für uns war ...


Bericht: Die IPO in Warschau 2026

Beim Begriff Philosophie-Olympiade denkt man oft zuerst an einen Wettbewerb, bei dem es um das Schreiben von Essays, das Zitieren von möglichst vielen Philosoph:innen und den Wettstreit um Platzierungen im Spitzenfeld geht.

Was wir bei der IPO 2026 in Warschau erleben durften, könnte nicht weiter von diesen Vermutungen entfernt sein: Die IPO war kein Wettbewerb, sie war eine einmalige Erfahrung, bei der der Austausch mit anderen philosophiebegeisterten Menschen und vor allem das Schließen von neuen Freundschaften, die hoffentlich ein Leben lang erhalten bleiben werden, stets im Vordergrund stand. Egal ob beim Flanieren durch die Warschauer Altstadt mit der japanischen Delegation, bei langen Diskussionen mit den dänischen Teilnehmern beim Abendessen am Stehtisch oder beim redseligen Frühstück mit dem slowakischen Team: Philosophie begleitete uns stets, aber nicht als ein Wettkampf, sondern als ein Werkzeug, um neue Freundschaften zu schließen.

Jene gemeinsamen Erfahrungen prägten eine jede und einen jeden dabei über die gesamten vier Tage hinweg so sehr, dass uns, als dann am Sonntag die vermeintlich wichtige „Closing Ceremony“ und damit die Medaillenvergabe anstand, nicht Medaillen und „Honourable Mentions“ beschäftigten, sondern vielmehr die Tatsache, dass sich unsere gemeinsame Zeit als IPO-Community nun wirklich dem Ende neigte. Einerseits waren wir glücklich darüber, all jene Menschen getroffen zu haben. Andererseits umso trauriger darüber, dass sich unsere Wege nun wieder trennen würden. Mit diesem Gefühl von Dankbarkeit und Wehmut verabschiedeten wir uns schließlich, wohl wissend, dass unsere Freundschaften unter anderem, aber nicht nur, durch die Teilnehmer:innen-WhatsApp-Gruppe mit ihren hunderten Nachrichten am Tag sicherlich bestehen bleiben würden.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass Luciano De Crescenzo, der uns bereits beim Bundeswettbewerb in Form eines Zitats begegnet ist, einst meinte, all jene Dinge, die man nicht weiß und nicht glaubt, würden eben die Philosophie ausmachen. Möglicherweise ist das Schließen von Freundschaften eines dieser Dinge!

Elisa und David - Bregenz und Innsbruck, im Mai 2026

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